Palette richtig stretchen – Schritt für Schritt | Stretchfolienprofi

Palette richtig stretchen – Schritt für Schritt

Wie stretcht man eine Palette richtig? Entscheidend ist eine gleichmäßige Folienwicklung, die das Packgut zu einer stabilen Ladeeinheit verbindet, ohne Kartons oder Produkte unnötig zusammenzudrücken.

Dabei kommt es nicht nur auf die Stretchfolie an. Auch der Aufbau der Palette, die richtige Folienspannung, ausreichende Überlappung und eine stabile Verbindung im unteren Bereich der Ladeeinheit spielen eine wichtige Rolle.

Vor dem Stretchen: Die Palette richtig vorbereiten

Eine gute Folienwicklung kann einen ungünstigen Palettenaufbau nur begrenzt ausgleichen. Deshalb beginnt gutes Stretchen bereits vor der ersten Wicklung.

Packgut stabil aufbauen

Kartons und Produkte sollten möglichst kompakt, standsicher und ohne unnötige Zwischenräume auf der Palette angeordnet werden.

Besonders schwere oder instabile Packstücke benötigen einen entsprechend sicheren Aufbau.

Kanten und Überstände prüfen

Scharfe Kanten, hervorstehende Teile oder sehr unregelmäßige Konturen können die Stretchfolie beschädigen.

Falls erforderlich, sollten empfindliche Stellen vor dem Wickeln geschützt werden.

Palette von Hand stretchen – Schritt für Schritt

Beim manuellen Einstretchen sollte die Folie möglichst gleichmäßig und kontrolliert um die Ladeeinheit geführt werden. Der folgende Ablauf dient als praktische Orientierung.

1. Stretchfolie im unteren Bereich ansetzen

Beginnen Sie möglichst weit unten an der Ladeeinheit. Die Folie sollte dort sicher angesetzt werden, damit sie während der ersten Wicklungen nicht verrutscht.

2. Palettenfuß stabil umwickeln

Der untere Bereich ist besonders wichtig, weil hier die Verbindung zwischen Packgut und Palette aufgebaut wird.

Wickeln Sie deshalb zunächst mehrere gleichmäßige Lagen um den unteren Bereich der Ladeeinheit.

3. Gleichmäßig nach oben wickeln

Führen Sie die Stretchfolie anschließend spiralförmig nach oben. Die einzelnen Folienbahnen sollten sich ausreichend überlappen.

Als Orientierung kann – abhängig von Folie und Anwendung – eine Überlappung von ungefähr einem Drittel bis zur Hälfte der Folienbreite sinnvoll sein.

4. Folienspannung gleichmäßig halten

Die Stretchfolie sollte kontrolliert gedehnt werden, damit eine ausreichende Rückstellkraft entsteht.

Zu wenig Spannung kann die Stabilität reduzieren. Zu hohe Spannung kann dagegen Kartons eindrücken, Produkte beschädigen oder die Folie überlasten.

5. Oberen Bereich sichern

Im oberen Bereich der Ladeeinheit sollten die letzten Packstücke ebenfalls sicher miteinander verbunden werden.

Bei instabilen oder unterschiedlich hohen Packstücken können zusätzliche Wicklungen erforderlich sein.

6. Ladeeinheit abschließend kontrollieren

Prüfen Sie nach dem Stretchen, ob die Ladeeinheit zusammenhängend und stabil wirkt und ob sich einzelne Packstücke noch deutlich bewegen können.

Kontrollieren Sie außerdem, ob die Folie beschädigt, eingerissen oder an einzelnen Stellen ungewöhnlich stark gespannt ist.

Wie straff sollte Stretchfolie gewickelt werden?

Stretchfolie soll nicht einfach möglichst fest um die Palette gezogen werden. Entscheidend ist eine gleichmäßige und zur Ladeeinheit passende Spannung.

Die Folie muss genügend Rückstellkraft aufbauen, um die Packstücke zusammenzuhalten. Gleichzeitig darf der entstehende Druck empfindliche Kartons oder Produkte nicht beschädigen.

Deshalb müssen Folienart, Folienstärke und Dehnung immer zur jeweiligen Anwendung passen.

Gute Wicklung statt möglichst viel Folie

Mehr Stretchfolie bedeutet nicht automatisch mehr Stabilität.

Entscheidend sind eine passende Folie, gleichmäßige Spannung und ein sinnvoller Wickelaufbau.

Typische Fehler beim Stretchen von Paletten

Zu wenig Sicherung im unteren Bereich

Wenn die Wicklung hauptsächlich im oberen Bereich erfolgt, fehlt häufig eine ausreichend stabile Verbindung zum unteren Teil der Ladeeinheit.

Ungleichmäßige Überlappung

Große Abstände oder stark wechselnde Überlappungen können zu unterschiedlich stabilen Bereichen innerhalb der Wicklung führen.

Zu hohe Folienspannung

Wird die Folie zu stark gespannt, können empfindliche Kartons verformt oder Folienbahnen überlastet werden.

Immer dieselbe Wicklung verwenden

Eine leichte, gleichmäßige Kartonpalette stellt andere Anforderungen als schwere oder unregelmäßig aufgebaute Ladeeinheiten.

Folie und Wickelablauf sollten deshalb zur jeweiligen Anwendung passen.

Von Hand stretchen oder Stretchmaschine einsetzen?

Beide Verfahren können sinnvoll sein. Welche Lösung besser zum Betrieb passt, hängt insbesondere von Palettenmenge, Ladeeinheiten und gewünschter Prozesssicherheit ab.

Manuelles Stretchen

Handstretchfolie bietet hohe Flexibilität und eignet sich besonders für wechselnde Paletten, kleinere Mengen oder dezentrale Verpackungsplätze.

Handstretchfolie ansehen ›

Maschinelles Stretchen

Bei regelmäßig größeren Palettenmengen können Stretchmaschinen für gleichmäßigere und besser reproduzierbare Wickelabläufe sorgen.

Maschinenstretchfolie ansehen ›

Stretchmaschinen ansehen ›

Welche Stretchfolie eignet sich zum Stretchen?

Die richtige Wickeltechnik funktioniert nur zusammen mit einer zur Anwendung passenden Stretchfolie. Entscheidend sind unter anderem die Art der Verarbeitung, Gewicht und Form der Ladeeinheit sowie die benötigte Folienstärke.

Zur Auswahlhilfe: Welche Stretchfolie ist die richtige? ›

Wichtig: Stretchen und Ladungssicherung sind nicht dasselbe

Eine gute Folienwicklung kann dabei helfen, einzelne Packstücke zu einer stabilen Ladeeinheit zu verbinden.

Die erforderliche Ladungssicherung auf Fahrzeugen muss unabhängig davon entsprechend der Ladung und der jeweiligen Transportsituation ausgeführt werden.

Häufige Fragen zum richtigen Stretchen

Sollte man eine Palette von unten oder oben stretchen?

In der Regel beginnt die Wicklung im unteren Bereich. Von dort wird die Folie gleichmäßig nach oben geführt. Entscheidend ist insbesondere eine stabile Verbindung des unteren Bereichs der Ladeeinheit.

Wie stark muss Stretchfolie überlappen?

Die erforderliche Überlappung hängt von Folie und Anwendung ab. Als praktische Orientierung kann eine Überlappung von ungefähr einem Drittel bis zur Hälfte der Folienbreite dienen.

Muss Stretchfolie möglichst straff gewickelt werden?

Nein. Entscheidend ist eine gleichmäßige, zur Ladeeinheit passende Spannung. Zu wenig Spannung kann die Stabilität reduzieren, während zu hohe Spannung das Packgut oder die Folie belasten kann.

Wann lohnt sich eine Stretchmaschine?

Eine Stretchmaschine kann insbesondere bei regelmäßig größeren Palettenmengen interessant sein, wenn reproduzierbare Wickelabläufe und eine gleichmäßige Folienverarbeitung gewünscht sind.

Sie möchten Ihren Stretchprozess verbessern?

Sie sind bei Stretchfolie, Folienstärke oder Wickelverfahren unsicher? Wir unterstützen Sie gerne bei der Auswahl einer passenden Lösung für Ihre Anwendung.

Telefon: +49 (0) 8374 325 90 80
Montag bis Freitag, 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr

* zzgl. Versandkosten